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FC EUBIGHEIM
Wir sind FC...

 

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Als einer der ersten Fußball-Clubs des Frankenlandes wurde der Fußball-Club „Frankonia Eubigheim" gegründet. Die Gründungsversammlung fand am 29.10.1919 im Nebenzimmer des Gasthauses „Zum Roß" statt. Zweck der Vereinsgründung war es, die Jugend sportlich zu ertüchtigen und das Fußballspiel zu betreiben. Die Gründer des Clubs waren junge Männer aus Eubigheim, die nach dem Ersten Weltkrieg den Willen bekundeten, das Fußballspiel zu pflegen und zu fördern. Hinzu kamen junge Heidelberger Studenten, welche nach dem schicksalsschweren Kriegsende, der damaligen Notlage folgend, als landwirtschaftliche Praktikanten auf dem nahen Hofgut Neidelsbach tätig waren. Schon in den vorhergegangenen Sommermonaten wurde in Neidelsbach Fußballgespielt. Diese jungen Sportler aus Heidelberg waren Ligaspieler der damals schon bekannten Vereine von Union und Bammental sowie bekannte Hokkey- und Rugbyspieler, von denen Karl Mayer Nationalspieler war. Vorstand und Protokollführer war Fritz Schlörer. Weitere Gründungsmitglieder waren: Karl Dötter, Alois Hafner, Alfons Offner, Otto Dötter, Alfons Hasenfuß, Bruno Offner, Otto Dosch, Karl Hefner, Jakob Schenk, Wilhelm Dosch, Heinrich Hefner, Karl Scherer, Robert Dosch, Josef Merkert, Oskar Wagner, Fritz Frank, ferner die Praktikanten:

Karl Mayer, Willi Mayer, Philipp Maßholder, Hugo Aschenbach, Willi Offenbach, Georg Daub, Richard Tauber, Hugo Lauer, Hugele und andere mehr. Von diesen Fußballern gingen die Impulse zur Clubgründung aus, und so beschloss man, den Fußball-Club mit dem Namen „Frankonia" zu gründen. Der Verein wurde in das Vereinsregister des Amtsgerichts Adelsheim eingetragen. Die Vereinsfarben waren SchwarzWeiß und wechselten später auf Violett Weiß. Nach vorbereitenden Trainingsspielen wurden eine erste Mannschaft, eine zweite Mannschaft und eine Jugendmannschaft zusammengestellt. Diese trugen zunächst Wettspiele gegeneinander aus. Dann wurde mit ebenfalls auf-strebenden Vereinen ein reger Spielverkehr aufgezogen. Gegen die noch wenigen vorhandenen Fußballvereine wurden um so öfter Freundschaftsspiele ausgetragen. Auch die gegründete Jugendmannschaft pflegte einen regenSpielverkehr. Es wurden sowohl auswärts als auch in Eubigheim -Spiele ausgetragen. Die Reisen wurden mit derEisenbahn oder mit dem Fahrrad durchgeführt. Es wurden Vor- und Rückspiele ausgetragen und auf Sportfesten gespielt Die meisten Spiele wurden gegen folgende Vereine ausgetragen: VfB Mergentheim, FV Möckmühl, VfB Boxberg, SV Osterburken, SV Wertheim, TSV Tauberbischofsheim,
 


SV Adelsheim, VfB Sontheim-Heilbronn. Größere Schwierigkeiten mußtenbewältigt werden. Die Beschaffung von Bällen, Schuhen und Trikots war noch schwierig Außerdem gab es noch keinen festen Sportplatz. Die Wettspiele fanden dort statt, wo gerade eine Wiese frisch gemäht war, oder wo man geduldet wurde. So spielte man zuerst auf der Talwiese des Friedrich Dosch, dann auf den Mühlwiesen von Wagner-Wild, bis man auf dem Steinacker „Vögelberg" seßhaft wurde. Auch am Berlzemer Brückle auf der großen Wiese von Gustav Metzler befand sich eine Zeitlang der Sportplatz. Da man noch keine richtigen Sportgeräte hatte, wurden die Torlatten von Platz zu Platz getragen. Die Bevölkerung war vorwiegend gegen diesen „neuen Sport", und nur wenige Freunde und Gönner waren in der älteren Generation zu finden. Dafür war die Jugend um so begeisterter, und Jungen und Mädchen umringten den Spielplatz bei den Fußballspielen. Bei dem sich entwickelnden Spielverkehr mit einer Vielzahl von Freundschaftsspielen ergab sich eine tiefe Sport-kameradschaft, sowohl innerhalb des Vereins und in den Mannschaften, als auch zwischen den eng befreundeten Vereinen. Gute Fortschritte machte auch derNachwuchs in der Jugendmannschaft, die aus folgenden Spielern bestand: Oskar Baumann, Fritz Döther, RobertDosch, Gustav Fuchs, Heinrich Hefner, Robert Kuhn, Leopold Müller, Alois Merkert, Julius, Scherer, HermannSchönig, Heinrich Wild. Schöne sportliche Erfolge konnte diese Mannschaft erringen. Leider wurde

diese allgemein günstige sportliche Entwicklung, die Hebung der Spielstärke und Festigung des Vereinsgefüges,durch die immer schwieriger werdende wirtschaftliche Lage, durch das Fortschreiten der Inflation gegen Ende 1923gestoppt, denn die rapide Geldentwertung und die damit verbundene Notlagebrachte auch den Sportbetrieb im Fußball völlig zum Erliegen, da weder Bälle noch Sportgeräte zu beschaffen waren. Auf dem früheren Turnplatz wurde jedoch weiter gekickt, und die Schüler und Jugendmannschaften trugen weiterhin Wettspiele gegen Heidelberger Buben aus, die zur Erholung in das Kinderheim der Stadt Heidelberg in Neidelsbach kamen. So wurde in den Jahren von 1919 bis 1923 unter schwierigen Verhältnissen wertvolle Aufbauarbeitfür den Fußballsport geleistet und die Voraussetzung für die folgende Vereinsarbeit geschaffen.Schon im Jahre 1924, als es mit der. Rentenmark wieder eine feste Währung gab, wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Frühere Jugendspieler und der heranwachsende Nachwuchs setzten die Tradition des FC Frankonia Eubigheim 1919 e.V. fort. Die erste Generalversammlung fand im Gasthaus “Zum Lamm" statt. Der Erste Vorstand war Otto Scherer, Zweiter VorstandRobert Kuhn, Schriftführer Rudolf Seitz und Kassier Karl Wild. Weitere Spieler waren: Heinrich Beikert, KarlFuchs, Bodo Graf, Otto Grahser, Gustav Herold, Alfred Hornung, OttoMüller, Rudolf Offner, Josef Scherer und Josef Weigand. Wertvolle Verstärkungen waren die Lehrer Otto Schneider (Walldürn), Josef Berger (Mannheim)


Fußballmannschaft in den 20er Jahren

 

und Fritz Dietrich (Frankfurt), die sich neben ihrer Berufsarbeit sehr für den Fußball einsetzten. Der Club gehörte dem Süddeutschen Fußballverband an und war der C-Klasse im Gau Hohenlohe zugeteilt. Der Spielverkehrbestand in Freundschaftsspielen und Pokalspielen auf den zahlreich stattfindenden Sportfesten. Vielmalige Gegner waren die Fußball-Vereine von Boxberg, Mergentheim, Lauda, Osterburken, Adelsheim, Rosenberg, Schweigern, Möckmühl, Sennfeld, Roigheim, Schillingstadt, Seckach, Weikersheim, Tauberbischofsheim und Wertheim.Auch zu dieser Zeit standen Schüler und Jugendspieler oft im Wettkampf mit Heidelberger Buben, die in Neidelsbach waren und guten Fußball spielten. Von neuem war die Sportplatzfrage die große Sorge des Clubs. Der Platz aufdem Vögelberg durfte nicht mehr bespielt werden. Es folgte ein Ausweichplatz auf einer Wiese am Vohberg, dann wurde wieder auf den Mühlwiesen gespielt, bis es gelang, eine endgültige Genehmigung für den Platz auf dem Vögelberg zu bekommen. Inzwischen wurde auch mit dem Innenministerium wegen des Geländes im Baumgarten verhandelt, welches zwar wegen der hohen Kauf- oder Pachtkosten nicht übernommen werden konnte, dafür aber an die Gemeinde abgegeben wurde, welche einen Teil des Platzes für Turn- und Sportzwecke für die Schulenverwendete. Es sei vermerkt, daß mit Oberforstrat Langer ein großer Fußballer, der der Deutschen Meistermannschaft 1908 vom Karlsruher Fußballverein angehörte, den Sportplatz „Baumgarten" vermessen hat, welcher derheutigen Generation des FC Frankoniaals Sportstätte dient. Damals mußte schwere Arbeit von den Spielern und Mitgliedern geleistet werden, bis das steinige Gelände am Vögelberg abgetragen, von Steinen befreit und verbreitert den Anforderungen eines Sportplatzes einigermaßen genügte.

Erstmals konnten richtige Tore aufgestellt werden, die mit Drahtnetzen versehen waren, und so waren endlich die Voraussetzungen für einen dauernden Spielbetrieb geschaffen. Ein sportliches Ereignis in der Clubgeschichte des FCE war das groß aufgezogene Leichtathletik-Sportfest im Jahre1925. Hierzu hatten die besten Sportler von bekannten Turn- und Sportvereinen ihre Meldung abgegeben, und beiden einzelnen Disziplinen wurden gute Leistungen erzielt. Kampfrichter war der damalige Polizeisportler Karl Scherer. Ein vielseitiger Spielverkehr bestand zwischen anderen Schüler- und Jugendmannschaften und den Schülern des Jugendheimes Neidelsbach, welches der Stadt Heidelberg gehörte. Hier wurde zwischen der Jugend aus Eubigheim und Heidelberg erbittert gekämpft, aber auch Fußballspielen gelernt. So entwickelten sich Talente, die in den 30er Jahren in dieBresche sprangen. Wir nennen hier:
 

Theater-Aufführungen

Der Sportverein als Kulturträger. Bereits in den Gründerjahren gab es Theateraufführungen des FC Frankonia.

Otto Barth, Wilhelm Döther, Willi Keller, Wilhelm Mezler, Walter Mezler, Arthur Mezler, Joffle Rödel, Josef Schwarz, Ferdinand Seitz, Anton Uhl, Bruno Uhl und Josef Uhrig, die zusammen mit älteren Spielern, und betreut von Gewerbelehrer August Berner, für das sportliche Ansehen des FC Frankonia kämpften.
In sportlichem Geist und vorbildlicher Fairneß wurden in langen Jahren sportliche Erfolge errungen, bis der Zweite Weltkrieg weiteren Spielbetrieb unmöglich machte. Der größte Teil der aktiven Spieler, hinauf bis zu denen, die in der allerersten
Mannschaft standen, wurde eingezogen und vielen Sportkameraden war es nicht vergönnt, wieder in die Heimat zurückzukehren. Ihre Namen werden unvergessen sein. Haben sie doch, wie auch die Uberlebenden, Zeit ihrer sportlichen Tätigkeit zum Blühen und Gedeihen des FC Frankonia beigetragen.